Die Mindestbestellmenge, kurz MOQ, sagt, welchen Auftrag der Lieferant mindestens annimmt. Sie sagt nicht, wie viele Küchenmaschinen Ihr Unternehmen verkaufen kann, bevor der Bestand zu viel Kapital bindet.

Der Hersteller muss etwa Rüstaufwand verteilen oder eine Mindestmenge Verpackungsmaterial verarbeiten. Für Sie zählt dagegen, wie lange die eingekauften Geräte im Bestand bleiben.

Gleiche Bestellmenge, andere Kapitalbindung

Hypothetisches Rechenbeispiel – die Zahlen dienen nur zur Veranschaulichung; sie sind weder unser Angebot noch Marktpreise.

Bei einer angenommenen MOQ von 500 Geräten und einem Absatz von 100 Geräten pro Monat reicht die Bestellung fünf Monate. Bei 40 Geräten monatlich sind es 12,5 Monate. Diese Rechenfälle unterstellen einen konstanten Absatz und berücksichtigen weder vorhandenen Bestand noch Nachbestellungen. Sie sind keine Nachfrageprognose.

Für den Lieferanten bleibt die Produktionsmenge gleich. Für den Käufer liegt zwischen den beiden Fällen jedoch ein erheblicher Unterschied: Im zweiten reicht die Verpflichtung rechnerisch über ein Jahr. Ein kleiner Stückpreisnachlass beseitigt diese Kapitalbindung nicht.

Teillieferungen verändern nicht automatisch die Abnahmeverpflichtung

Eine Charge lässt sich unter Umständen in mehreren Lieferungen abrufen. Das kann Platz im eigenen Lager sparen. Müssen Sie trotzdem die gesamte Charge abnehmen und bezahlen, sinkt dadurch nicht Ihre gesamte Kaufverpflichtung.

Gerade beim Marktstart ist der Absatz noch wenig erprobt. Eine präzise Rechnung macht eine optimistische Schätzung nicht belastbarer. Passt die MOQ nur zum besten Absatzszenario, bleibt die Bestellung von diesem Szenario abhängig.

Teilen Sie die angebotene MOQ durch Ihre vorsichtige monatliche Absatzannahme und notieren Sie die Lagerreichweite direkt neben der Bestellmenge, bevor Sie den Auftrag freigeben.

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